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In der Servicewüste Schweiz geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder!
Kürzlich erlebt beim online Blumenversand Fleurop:
Zunächst war ich ja etwas genervt, dass bei den Bestellfeldern nicht nur meine
Adresse und Telefonnummer, sondern auch die der Empfänger einzugeben waren, geb ich
ja zu. Aber wenigstens weiss ich nun wozu das Ganze gedacht ist und dass die Datenklauberei
durchaus Sinn ergibt.
Als das Display meines Natels eine verwirbelte Telefonnummer anzeigte, wunderte
ich mich zunächst, welcher Banker an einem Samstag wohl etwas von mir wolle.
Doch es war "nur" eine freundliche Dame von Fleurop, die mir beschied, dass
die Empfänger des Strausses eine Woche später als geplant aus den Ferien zurückkommen
würden und fragte, ob es mir recht wäre, wenn der Strauss erst dann ausgeliefert würde.
Ja wenn das geht, gerne!
Whow! Ich dachte, ich fall um! Das nenne ich Service! Wie sie das mit dem Urlaub
wohl rausgekriegt hatte? Die nette Dame hat sicher den halben Morgen herumtelefoniert,
nur um den Strauss zum optimalen Datum überreichen zu können! Alle Achtung!
Und es hat tatsächlich geklappt, wie ich mich inzwischen überzeugen konnte. Allerdings
hätte ich mir unter einem DeLuxe-Strauss ein etwas grösseres Modell vorgestellt, aber
egal. Die Beschenkten hatten Freude daran und das ist schliesslich die Hauptsache
(auch wenn sie mich jetzt wahrscheinlich für etwas geizig halten).
Für alle die MaleDiva im
Miller's Studio verpasst haben:
Am Freitag, 20.5.05 und am Samstag, 21.5.05, jeweils 20.00 Uhr treten die
beiden im Casinotheater Winterthur auf!
Es lohnt sich wirklich (sofern man intelligenten Humor mag).
Heute hatten wir Lust auf etwas Währschaftes.
Und drum gabs das hier:
Bündner Gerstensuppe
Vorspeise für 4 Personen oder
Hauptspeise für 2 Personen
(Total 13 WeightWatchers Punkte)
Basis:
2 kleine oder 1 grosse Frühlingszwiebel
50g Knollensellerie
1 Karotte
1/2 Lauchstängel
50g Bündnerfleisch (2)
40g Rollgerste (2)
5g Butter (1)
1dl Weisswein (1.5)
2l fettfreie Fleischbouillon
4EL Rama Crèmefine (2)
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Garnitur:
1 kl. Karotte
1/2 Lauchstängel
40g Sellerie
30g Rollgerste (1.5)
75g Bündnerfleisch (3)
Zwiebel fein hacken, beiseite stellen
Sellerie, Karotten und Lauch in feinste Würfelchen (Brunoise) schneiden, je hälftig
auf 2 Schüsselchen verteilen,
Bündnerfleisch in kleine Würfelchen schneiden.
In einer grossen Pfanne Butter schmelzen, Zwiebeln und Hälfte des Gemüses andünsten,
40g Rollgerste und 50g Bündnerfleisch hinzufügen, kurz andünsten, Wein und Bouillon
hinzufügen, 30min auf kleiner Flamme köcheln lassen.
Derweil in einer zweiten Pfanne Salzwasser zum kochen bringen, 10min vor Ablauf der
30min 30g Rollgerste ins kochende Wasser geben, 5min kochen lassen, Restliche Brunoise
ebenfalls ins Salzwasser geben, 2-3min knackig kochen, danach Salzwasser abseihen,
Gerste und Gemüse in kleinem Schüsselchen anrichten, warmstellen.
Suppe mit Stabmixer pürieren, Rama Crèmefine hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Knackige Gersten-/Gemüsemischung in Suppenteller geben, mit Suppe übergiessen, Bündnerfleischwürfelchen
dekorativ darüberstreuen.
Mit einem Brötchen (+2) dazu einfach herrlich!
VARIATION:
Ich könnte mir vorstellen, dass das ganze mit einem anderen Trockenfleisch (z.B. Hirschtrockenfleisch,
Pferdetrockenfleisch oder Appenzeller Mostbröckli) auch extrem fein würde.
Läck! So süchtig wie das neue World of Warcraft hat schon lange kein
Game mehr gemacht!
Mich zehn Stunden am Stück vor den Bildschirm zu bannen, das ganze
ohne WC-Break und mit nur einem Glas Wasser als Verpflegung (mit freundlichem Gruss
von den Nieren), das hat seit Everquest kein MMOG (Multi-Massive-Online-Game) mehr
geschafft.
Glücklicherweise hat am Samstag jemand sein reserviertes Game nicht
pünktlich abgeholt, so dass ich in der komplett ausverkauften Schweiz doch noch zu
einem Exemplar gekommen bin. *jubelundfrohlock*
Das Spiel kommt grafisch zwar eher einfach (aber dennoch herzig!)
daher - so hat man beispielsweise bei der Charaktergenerierung nur etwa 20 Gesichter
statt 40 zur Auswahl, und sie sind auch nicht so detailliert wie etwa bei anderen
MMOG - was aber den Vorteil hat, dass man nicht unnötig Zeit verplempert und wesentlich
schneller zum Kern der Sache – nämlich zum gamen kommt.
Und alles ist so schön einfach! Bis auf den Lapsus, dass ich im Kampf
mal aus versehen den Chat abgeschaltet habe (und mir auf einmal alle anderen Spieler
gestikulierend aber sonst stumm vor der Nase herumgetanzt sind), ist die Steuerung
so einfach, dass sogar ich sie auf Anhieb begriffen habe.
Uiui, ich freu mich auf heut Abend! Rote Augen, trockene Kehle, volle
Blase, platter Hintern – here we come!!!
Whoa! L'oréal gibt Gas!
Für etwa 20 Frangg gibts jetzt ein neues Make-up mit Superfeiner-Textur und enorm
grosser Farbauswahl. Heissen tut es Perfect Match und den Winter-Test (trockene Haut,
Kältetränli) hat es schon erfolgreich bestanden. Wenn es im Sommer dann auch
noch allfällige Gesichts-Glüh-Attaken übersteht, kann ich mein doppelt so teures Make-up
amerikanischer Provenienz getrost einmotten :)
Danke für den Tipp, Cynthia!
Check
this out!
Auch das ehemalige Grosi-Kafi an der Staufacherstrasse hat eine Wandlung durchgemacht:
Es ist zum Inder mutiert und heisst jetzt MASALA.
Der Sound ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber wer Bollywoodfilme mag, mag auch die
Musik im Masala. Ansonsten:
- Superfeines Essen (Der Fisch Bombay-Style ist besonders zu empfehlen - allerdings
hatten wir dort noch nie etwas, das uns nicht geschmeckt hätte...)
- Nette Bedienung (wo sonst in Zürich wird man mit Sir/Mam angesprochen?)
- Ansprechendes Ambiente
- Öffnet samstags schon um 18:00 Uhr (so schafft man es sogar noch vor dem Kino etwas
zu essen - trotz be#@§!
Filmbeginnzeiten)
Was will man mehr?
Endlich wieder einmal ein guter Film. Und erst noch eine gelungene Comic-Verfilmung.
Der Film heisst "Constantine"
- der Comic "Hellblazer".
In der Story geht es darum, dass der Held John Constantine (Keanu Reeves) seit Kindheit
mit der Gabe/dem Fluch "gesegnet" ist, Dämonen und Engel hinter ihrer menschlichen
Maske zu erkennen. Von seinen Eltern unter Psychopharmaka gesetzt, unternimmt
der Junge einen (allerdings erfolglosen) Selbstmordversuch. Behaftet mit dieser Todsünde
will Constantine sich als Erwachsener das Ticket für den Himmel zurückkaufen, indem
er das irdische Gleichgewicht zwischen Engels und Dämonenpopulation wiederherzustellen
sucht.
Dabei hat er allerdings nicht mit dem androgynen Erzengel Gabriel (Tilda Swinton)
gerechnet, den es anödet, dass die Menschen ein lebenlang böses tun dürfen und
am Ende ihres Lebens nur zu bereuen brauchen, um in den Himmel zu gelangen. Um die
Bedingungen auf der Erde etwas zu verschärfen, plant dieser daher, Satan's Sohn Mamon
in die Welt zu holen, was das natürliche Gleichgewicht gehörig durcheinanderwirbeln
würde und was der kettenrauchende Zyniker Constantine, mit der Keanu Reeves so eigenen,
einsilbigen Coolness und einer Menge guter Special Effects zu verhindern sucht.
Das einzige was nervt sind die stupiden neuen Kino-Zeiten von Kitag.
Am Samstag gehts ja noch, wenn man schon um 20:00 Uhr im Kino sein muss, aber am Freitag,
ists der pure Horror wenn man vorher noch in Ruhe etwas essen möchte. So. Das
musste jetzt mal gesagt werden.
Manchmal ist es ein echter Glücksfall
wenn im Kino nichts gescheites läuft und alle Kollegen schon was vorhaben. Dann macht
man nämlich Dinge, die man sonst nicht sooft tut. Man geht beispielsweise mal
wieder ins Theater.
Allerdings nicht in eines der
grossen Häuser, die schon seit Wochen ausgebucht sind und für teures Geld irgendwelche
bescheuerten Adaptionen klassischer Werke zeigen. Nein, in diesem Fall lässt man sich
besser auf das Experiment „kleine Bühne“ ein. Was bisweilen etwas irritierend enden
kann, doch immer erlebnisreich ist und Gesprächsstoff für viele kommende Abende liefert.
Das Miller’s Studio kommt da gerade
recht. Grundsätzlich nicht so überlaufen, bietet es meist ein nicht allzu krasses
Programm und Parkplätze in der Nähe, so dass kein Powerwalking in Stöckelschuhen durchs
Schneegestöber praktiziert werden muss.
Malediva tönt gut - Heimatmelodie
und Chanson - nun denn.... Aber die Crew ist so sensationell gut geschminkt,
dass sich der Abend nur schon optisch lohnen könnte.
Tut er dann auch. Doch was die
beiden androgynen Wesen auf der Bühne von sich geben ist nicht nur optisch, sondern
auch akustisch und vor allem intellektuell eine Wohltat. So erzählen die beiden "Freundinnen"
singend und sprechend von ihrer Jugend in den 80er Jahren auf dem Lande. In
messerscharfen Texten werden sämtliche geschmacklichen Ausrutscher der letzten 20
Jahre aufs Korn genommen, beginnend mit Nena Kerners schnoddriger Art bis hin
zum allseits grassierenden Brasiljazz. Dabei nehmen die beiden sich selber nicht allzu
ernst und bauen allfällige krankheitsbedingten Unpässlichkeiten gleich mit ins
Programm ein.
Nur schade, dass es dieses Mal
nur zwei Aufführungen von Maldediva gegeben hat. Dem vollen Miller's Studio nach zu
schliessen würde ich jetzt aber mal orakeln, dass Malediva nicht zum letzten Mal in
Zürich gewesen ist...
Spielplan
Malediva
Spielplan
Miller's Studio
Die Blaue
Ente, für viele in einem Atemzug nennbar mit Baby Schimmerlos, Coupe Soleil,
Lacoste-Poloshirts und sonstigem Cüpli-Kult aus dem goldenen Vorrezessionszeitalter
war in meinem Ausgangsuniversum lange Zeit in "sweet oblivion" versunken. Doch
das Relikt aus den 80er Jahren wo der hippe Werber aus dem Seefeld zu dinieren pflegte,
hat einen eleganten Sprung ins 21. Jahrhundert hingelegt.
Letzten
Samstag hat der Zufall uns wieder einmal dorthin verschlagen. Und die Überraschung
war gross! Offenbar hat der Gerant gewechselt. Das Essen wird von geschultem Personal
und nicht irgendwelchen ahnungslosen Möchtegernmodels serviert (eine wahre Rarität
in Zürich) und das Essen ist
- trotz manchmal etwas exotisch klingender Beschreibungen - phänomenal gut!
Ungewöhnliche kreative Küche empfängt
den der sich darauf einlässt, aber nicht so etepetete, dass man es nicht mehr essen
kann. Besonders zu empfehlen seien an dieser Stelle die Jakobsmuscheln in Kartoffelkruste,
die optisch an Wollknäuel aus Grossmutters Nähkästchen erinnern, deren Inhalt einem
aber auf der Zunge vergehen wie im Schlaraffenland. Auch der Burgunder Coq-au-vin
(vor allem der dazu gereichte Truffel-Kartoffelstock!) ist sehr zu empfehlen, diesen
hatte ich allerdings nur stiebizenderweise vom Teller meines Gegenübers gekostet.
Aber alles in allem: Gerne wieder!
Die Werber des US-Modelabels Ann Taylor haben
wohl letzthin in Zürich die Zürcher
Verkehrsverbund-Werbung "Ich bin auch ein Schiff" gesehen und diese entsprechend
adaptiert.
Die Diashow sieht
zumindest lecker aus!
Bleibt die Frage: WANN ENDLICH KOMMT ANN TAYLOR IN DIE SCHWEIZ??? (Nähe Bahnhofstrasse
gäbe es da ein paar nette leere Lokale...)
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