12 o'Clock Flasher Girl

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Wiederentdeckt - Die blaue Ente

Die Blaue Ente, für viele in einem Atemzug nennbar mit Baby Schimmerlos, Coupe Soleil, Lacoste-Poloshirts und sonstigem Cüpli-Kult aus dem goldenen Vorrezessionszeitalter war in meinem Ausgangsuniversum lange Zeit in "sweet oblivion" versunken. Doch das Relikt aus den 80er Jahren wo der hippe Werber aus dem Seefeld zu dinieren pflegte, hat einen eleganten Sprung ins 21. Jahrhundert hingelegt.

Letzten Samstag hat der Zufall uns wieder einmal dorthin verschlagen. Und die Überraschung war gross! Offenbar hat der Gerant gewechselt. Das Essen wird von geschultem Personal und nicht irgendwelchen ahnungslosen Möchtegernmodels serviert (eine wahre Rarität in Zürich) und das Essen ist - trotz manchmal etwas exotisch klingender Beschreibungen - phänomenal gut!

Ungewöhnliche kreative Küche empfängt den der sich darauf einlässt, aber nicht so etepetete, dass man es nicht mehr essen kann. Besonders zu empfehlen seien an dieser Stelle die Jakobsmuscheln in Kartoffelkruste, die optisch an Wollknäuel aus Grossmutters Nähkästchen erinnern, deren Inhalt einem aber auf der Zunge vergehen wie im Schlaraffenland. Auch der Burgunder Coq-au-vin (vor allem der dazu gereichte Truffel-Kartoffelstock!) ist sehr zu empfehlen, diesen hatte ich allerdings nur stiebizenderweise vom Teller meines Gegenübers gekostet. Aber alles in allem: Gerne wieder!

 

 

02/20/2005 11:41 AM | Add comment | #geniessenswert #erinnernswert

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